Hello world!

Hello World! Panama speaking!

Den auf WordPress standardmäßig für den ersten Artikel ausgewählten Titel „Hello world!“ werde ich gleich übernehmen, um mich und diesen (bzw. dieses, wie man es lieber hat) Blog kurz vorzustellen.

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Körpersprache: Übersetzen Sie doch mal Naserümpfen auf Spanisch!

Körpersprache in Panama

Die Körpersprache bietet Einblicke in die Gedankenwelt der Menschen. Wer lügt läuft rot an, wer unsicher ist, lässt Kugelschreiber, Eis, Regenschirm fallen und innerlich kochende Menschen signalisieren ihre Wut anhand von in genau festgelegten Winkeln gekreuzten Knien, Fingern oder Haarsträhnen (je nachdem woran es der Körpersprach-Guru zu deuten vermeint). Dass wir alle tagtäglich unbewusst körpersprechen, leuchtet noch ein, aber wer denkt, dass Körpersprache nicht international gleich ist. Am Beispiel des Naserümpfens in Panama.

Wer die Nase rümpft, vollbringt damit nicht nur ein grandioses Zusammenspiel der Gesichtsmuskeln, sondern verunstaltet auch gleichzeitig die Mitte seines Gesichtes. Sprich: Es muss schon eine spezielle Situation gegeben ein, damit sich jemand zur freiwilligen Gesichtsrunzelung entscheidet. Wo ich herkomme, entspricht Naserunzeln – gerne von herabgezogenen Mundwinkeln begleitet – einem stillen “Wäh!”. Nicht in Panama, hier gilt das Zucken mit der Nase wie ein europäisches Augenbrauen-in-Falten-legen, das “’Was hast du da gerade gesagt?” ausdrücken soll. Es handelt sich also um eine recht schräge Art “Wie bitte?” zu sagen.

Vor einigen Monaten neu in Panama angekommen wunderte mich zwar, dass einige Leute im Gespräch scheinbar spontan die Nase rümpften, schob es aber auf das Deodorant, das den Kampf gegen Hitze und Schweiß nicht zu gewinnen vermochte. Mittlerweile weiß ich es besser: Panamaisches Naserümpfen entspricht europäischem Augenbrauenrunzeln. Der Gesprächspartner wollte also nicht “Wäh!” sondern “Häh?” sagen. Ich hätte nicht das Deo sondern einfach nur den Sprachkurs wechseln müssen.

Die Post bringt allen was – außer in Panama

Post in Panama

Während weltweit Postgesellschaften mit originellstem Service ihre Kunden gegen E-Mail und Privatdienstleister zu verteidigen versuchen, befindet sich die Post in Panama in einem recht trägen Zustand. Zauberhafter Schlummer erfüllt die Postämter, der selbst Dornröschen mitten im REM noch hochproduktiv wirken lässt. Warum hinkt die Post in Panama derart nach? Die Post verheddert sich irgendwo in den Rosenbüschen der einzigartigen Zettelwirtschaft und wird grundsätzlich nicht ausgetragen. Ab die Post!

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Kurzgefasst: Lateinamerika VS Google

Kurzgefasst: Lateinamerika VS Google |

¡Frag Google! | Panama

Man scheint in Panama die Suchmaschine Google mit einem Orakel zu verwechseln. Schon mehrfach habe ich beobachtet, dass Menschen anstatt Stichwörtern ganze Phrasen ins Suchfenster eintippen („Welche sind die großen Herausforderungen im Umgang mit Müll?“ / „Wann kommt Justin Bieber nach Panama?“). Google tätigt in der Regel aber keine Weissagungen, sondern klopft Webseiteninhalte 1:1 auf den gesuchten Text ab. Würden Wörter ohne Aussagekraft (die, der, das, von, und … ) nicht automatisch ignoriert, täte sich Datensau Google  schwer, bei panamaischen Suchanfragen etwas Brauchbares aus dem Schlamm des Internets zu ziehen. Sollten die Internet-User in Panama irgendwann anfangen, ihre schön ausformulierten Anliegen zwischen Anführungszeichen “ “ zu stellen, kann Google einpacken.

Wer kennt ein gutes Kassabuch?

Schlange stehen in Panama

Der Einkauf im Supermarkt im Panama bietet Erzählstoff für ein ganzes Buch. Und während der Wartezeiten an der Kassa kann man dieses auch gleich schreiben. Trotz aller lateinamerikanischer Partydynamik fehlt dem Land nämlich eindeutig ein guter Schuss europäischer Supermarktkassenhektik.
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Verkehr in Panama

Verkehr in Panama

Den öffentlichen Verkehr in Panama bilden Taxis und Busse aller Art. Man muss sich aber auskennen, um nicht plötzlich in der Einöde zu landen oder vom Taxifahrer übers Ohr gehauen zu werden. Eine Fahrt mit den berühmten Klapperbussen durch Panama-Stadt oder raus aufs Land ist jedenfalls immer ein besonderes Erlebnis. Noch, denn der Verkehr in Panama soll deutlich modernisiert werden. Klimatisierter Stadtbus bis hin zur ersten Metro in Zentralamerika.

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Sendepause

Radar auf Taboga | Panama

Diesen Monat war nicht viel Zeit zum Bloggen, dafür sollen jetzt wieder regelmäßig Artikel erscheinen. Erst neulich war ich wieder auf der Insel Taboga. Dort ging es zur Spitze der größten Erhebung der Insel und anschließend zum ehemaligen Radarstützpunkt der Amerikaner auf Taboga. Ein gutes Stichwort, die Sendepause einzustellen und wieder aus Panama zu berichten. Weiterlesen

Martinelli: In Panama gibt es keine Arbeitslosigkeit

Martinelli weiß, wie man Politik macht: "Keine Arbeitslosigkeit in Panama"

Panamas Präsident Martinelli legte vergangenen Dienstag einen besonders köstlichen Auftritt hin, als er im CNN-Interview stolz erklärte, in Panama gäbe es keine Arbeitslosigkeit. Jeder, der das wenig später über die Medien hörte, musste glauben, im falschen Film zu sein. Oder ist Martinelli gar im falschen Land? Panama kann es jedenfalls nicht sein, denn auch hier gibt es Arbeitslose und selbst die statistische Vollbeschäftigung ist lange nicht erreicht. Möglicherweise ist es dem hohen Anteil asiatischer Einwanderer zuzuschreiben, dass Martinelli unabsichtlich den chinesischen Kalender konsultiert hat und Panama mit einem verspäteten Aprilscherz zu beglücken versuchte. Ich wette, der Gute ist im Zeichen des Maulwurfes geboren. Oder des Zahlenverdrehers.