Halbzeit!

Halbzeit!

Auf den Tag genau erscheint die Jubiläumsmeldung nicht, aber es gedenkt ja auch kaum jemand seiner persönlichen Geburtsstunde, sondern eher des ganzen Geburtstags. Worum geht’s? Der einjährige Einsatz in Panama, der Mitte September 2010 begann, liegt bereits zur Hälfte hinter mir. In der Zeit lernt man einiges kennen, baut sich ein kleines Leben im Ausland auf, zweifelt aber auch genauso oft an sich oder den anderen. Die vergangenen Monate im Schnelldurchlauf.

Im September frisch angekommen, war zunächst einmal alles sehr, sehr fremd. Sprache, Autokennzeichen, Steckdosen, ein unvergleichbares Durcheinander. Nicht zuletzt meinem Zivi-Vorgänger Pascal verdanke ich es, dass ich mich in die Gemeinschaft gut einlebte.

Welcome to Panama!

Im Oktober bekamen wir einige Aufgaben fix zugewiesen, wie etwa die an der salesianischen Pädagogik orientierte Betreuung vor und zwischen Unterrichtsstunden und die Mithilfe in den Englisch- und Informatik-Computerräumen. Kleinere und größere Ausflüge offenbarten Ausschnitte aus dem bunten Spektrum der panamaischen Kultur und Natur.

Regen in Panama

Im November stand das Land dann kurz Kopf, als ein Nationalfeiertag den nächsten jagte und sich auch in der Schule alles auf die Vorbereitungen der Umzüge konzentrierte. Schüler wie Lehrer im Dauerstress.

Umzüge im November | Panama

Im Dezember kehrte wieder Ruhe ein, Ende Dezember endete überhaupt das Schuljahr. Zuvor hatte Anfang Dezember die Regenzeit das Land in ihren feuchten Griff genommen und ließ es täglich so richtig herunterprasseln.

Kuna Yala | Karibikinseln in Panama

Mit dem Jahreswechsel begann Pascal seine Koffer zu packen um Ende Jänner seinen Dienst in Panama abzuschließen. Jänner und Februar waren daher vom Personalwechsel geprägt, auf den einen Zivi folgte ein neuer, eine Schwester verließ die Gemeinschaft, zwei andere füllten die Lücke.

Schüler in Panama

Auch im Lehrkörper gab es einige Änderungen und viel Hin und Her bis für den Schuljahresbeginn im Februar alles bereitstand. Nachdem in den ersten Schultagen der Betrieb noch auf halber Flamme lief, steht seit Anfang dieser Woche unverkürzter Schulalltag auf dem Stundenplan.

Buenos Días! | Panama

Vieles hat man gesehen, vieles wartet noch. Eine Menge Ideen und Projekte warten noch auf die Umsetzung. Es wäre zu schön, wenn alles so klappen würde, wie man es gerne hätte. Es wäre zu schön, wenn die Schüler immer brav wären, aber es wäre auch zu langweilig. Die Schwestern und Lehrer wissen die Unterstützung im Rahmen unserer Möglichkeiten zu schätzen und sind ebenso wie die Schüler immer für einen Plausch zu haben.

Viva Panamá!

Im Gegenzug bin ich für jeden einzelnen Tag in Panama dankbar und staune immer wieder über die Sonne die frühmorgens blutrot über den weit entfernten Hügeln hinter der Schnellstraße langsam emporsteigt. Viva Panamá!

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Eine Antwort zu “Halbzeit!

  1. Andreas Schwaighofer

    Lieber Simon,

    gratuliere zu deiner Halbzeit! Ich hoffe du hast weiterhin viel Motivation und du lässt dich nicht von lästigen Schülern unterkriegen! Wie wärs mit einem Skyper nächste Woche? Ich meld mich noch bei dir.

    Alles Gute!
    Andi

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