Shoppen in Panama

Shoppen in Panama | Albrook-Mall

Shoppen in Panama | Albrook-Mall

Es gehört zwar nicht zu meinen Aufgaben in Panama, lässt sich aber auch genauso wenig vermeiden: Einkaufen. Und wer glaubt, dass Shoppen in Panama mangels Angebot so gar keinen Reiz bietet, irrt. Es hängt ganz davon ab, auf welchem Tresen man sein Geld lässt. Und was man sucht. Ich wollte nur Laufschuhe kaufen, bei den hiesigen Preisspannen gar kein leichtes Unterfangen. Glücklich wurde ich schlussendlich in der panamaischen Yello-Variante, die den klingenden Namen „El Costo“ trägt. Wahrscheinlich um den Billig-Schuhen ein bisschen Stil einzuhauchen.

Keine Unterwäsche in Panama?

Kurz vor der Abreise nach Panama gelang es einem Beitrag in einem amerikanischen Reise-Blog, mich gehörig zu verunsichern. Der Autor war der festen Überzeugung, dass Unterwäsche, besonders Boxer-Shorts, in Panama schwer bis gar nicht zu kriegen sind. So folgte ich seiner abschließenden Empfehlung und packte entsprechende Ausrüstung für zwei Wochen ein. Im Nachhinein betrachtet war das überflüssig, da natürlich auch in Panama sämtliche Modeketten nur darauf warten, den Konsumenten mit Kleidung regelrecht zu bewerfen. Und zwar auch mit Unterwäsche.

Die Albrook-Mall

Zweimal war ich bereits in der sogenannten Albrook-Mall. Der amerikanische Einfluss ist schon im Namen zu erkennen und auch im Inneren setzt sich der US-Shopping-Gedanke fort: Ein riesiger Bau mit viel zu vielen Geschäften. Von Unterhaltungselektronik über Unterwäsche (aha!) bis hin zur Weihnachtsdekoration ist alles erhältlich, mehrere über die Bereiche verteilte Food-Corner erinnnern den gestressten Besucher ans Essen. Kurzum, ein magischer Ort für Kaufrauschige und Gelangweilte.

Die Albrook-Mall in Panama

Fassade der Albrook-Mall

Billiger einkaufen in Panama

Es ist nicht alles Gold, was glänzt und auch nicht alles billig, was man in Panama kauft. Ein langweiliges Hemd mit kaum sichtbaren Logo für $ 80, das erinnert an die heimischen Verhältnisse. Die Freude über den Anblick eines eigenen Fruit of the Loom-Stores verfliegt rasch: Kleidungsstücke gehen hier um ein Vielfaches des aus Europa gewohnten Preises über den Ladentisch. Bei Elektronikartikeln kann man hingegen Schnäppchen finden, sollte sich aber von Gedanken wie Gewährleistung und Garantie frühzeitig lösen.

Chinesen und Juden beherrschen das Land

Jetzt mag sich vielleicht jemand fragen, wohin denn das ganze Geld fließt, wenn doch so eifrig konsumiert wird. Grob gesagt sieht es folgendermaßen aus: Kleiner Geschäfte werden von Chinesen betrieben, während sich Einkaufszentren ab einer gewissen Größe in den Händen von Juden befinden. Diese Einteilung ist weder absolut gültig, noch hätte sie sonst irgendwie eine weitere Aussagekraft (interessiert sich ja auch niemand für die Religionszugehörigkeit der REWE-Manager), macht den Panamaern aber doch schmerzlich bewusst, dass sie beim großen Kuchen nicht mitessen. Aber das kommt noch ein andermal. Interessant jedenfalls, dass an jüdischen Feiertagen, wie es erst vor zwei Wochen der Fall war, die entsprechenden Kaufhäuser in Panama geschlossen sind. Dürfte dann wohl ein umsatzstarker Tag für die Chinesen geworden sein.

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6 Antworten zu “Shoppen in Panama

  1. Pingback: Und am siebten Tage … | Panamá

  2. Pingback: Wo bin ich eigentlich? | Panamá

  3. „Chinesen und Juden beherrschen das Land“ – Politsch korrekte Formulierungen schauen anders aus!

  4. Hi,
    ich finde die Einträge nicht nur interessant, sondern auch sehr spannend.
    Ich freue mich immer wieder über Neuigkeiten aus Panama. Es heißt ja auch:“Oh wie schön ist Panama“.

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