Der Panamakanal

Der Panamakanal

Der Panamakanal, die künstliche Verbindung des Atlantiks mit dem Pazifik, gehört zu den größten, architektonischen Leistungen der Menschheit. Unter größten Mühen bahnten sich zuerst die Franzosen und später die Amerikaner einen Weg durch dichtes Gebüsch, harten Stein und unerträgliche Hitze. Der Panamakanal, dessen Errichtung für viele Menschen ein Traum war, für andere aber zum Albtraum wurde, macht heute durch seine wirtschaftliche Bedeutung für den Staat Panama und kuriose Fakten von sich sprechen.

Panamakanal: Bauarbeiten En français

Erste Versuche wagten eine französische Unternehmung, die im Jahre 1881 begann, Unmengen Stein und Erde abzutragen. Als Arbeitskräfte dienten vorwiegend Menschen aus den umliegenden Regionen, wie Jamaica und der Dominikanischen Republik. Krankheiten (Gelbfieber und Malaria), schlechte Arbeitsbedingungen, technische Schwierigkeiten und obendrauf ein Finanzskandal erschwerten den Kanalbau so stark, dass das Projekt Canal Interocéanique schließlich als gigantischer Misserfolg in die Geschichte einging und zu den Akten wanderte.

Besucher in Miraflores | Panama

Yes we Can: Die USA bauen den Panamakanal

Von wo es die Amerikaner gerne wieder herausnahmen. Sie hatten sich nämlich schon in mehreren Ländern Südamerikas nach einem geeigneten Stück Land für einen Kanal umgesehen und aus den beiden Favoriten Nicaragua und Panama schließlich letztgenannten ausgewählt. Kolumbien beherbergte Panama seit der Unabhängigkeitserklärung von Spanien (1821) und bot nach dem französischen Versagen den Amerikanern die Baulizenzen an. Von den Konditionen, die die USA stellten, war Kolumbien nicht besonders begeistert und weigerte sich, seinen Schützling Panama herauszurücken. Warten wollten die USA aber auch nicht, sodass sie 1903 die berühmte Landenge gewaltsam entwendeten und den “unabhängigen Staat Panama” ausriefen. Mit diesem wurden gleich entsprechende Verträge geschlossen und der Kanalbau unter amerikanischer Führung begann. Aufbauend auf die französischen Vorarbeiten konnte der Kanal bis 1914 fertiggestellt werden.

Schiff nähert sich dem Panamakanal

Zunächst wurde der Panamakanal durch US-Behörden verwaltet und Panama musste sich nach und nach die einzigartige Nord-Süd-Wasserstraße zurückverdienen. Mit den Torrijos-Carter-Verträgen von 1977 wanderte zumindest die Verwaltung des Kanals in panamaische Büros zurück. Bis der Kanal und die Kanalzone wirklich wieder dem Volk, das tagtäglich daran vorbeimarschierte, gehörte, war es Silvester des Jahres 1999 geworden. Heute verwaltet die Panamakanal-Kommission den Kanal und hat seit der Übernahme emsig verbessert und investiert: Über eine Milliarde Dollar sind seit 1999 in den Kanal geflossen. Dafür fließen pro Schiff durchschnittlich 54 000 Dollar wieder zurück.

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4 Antworten zu “Der Panamakanal

  1. Hallo Simon,

    bei uns im Garten gräbt auch jemand. Hügel über Hügel — wer wird das wohl sein?

    Irene

  2. Entweder der Geist eines französischen Kanalbauarbeiters … oder der Herr Maulwurf gräbt schon wieder ohne Genehmigung. In beiden Fällen viel Spaß beim Vertreiben.

    Sonnige Grüße
    Simon

  3. Danke für die guten Infos:) hat mir sehr bei meiner Präsentation geholfen:D

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