Und am siebten Tage …

Artenvielfalt in Panama

Artenvielfalt in Panama

Die erste Woche in Panama geht nun zu Ende. In der kurzen Zeit habe ich einige Sachen kennengelernt, wie die Einsatzstelle Colegio Bilingüe María Auxiliadora mit den Lehrerinnen und Schwestern. Auch was die Hauptstadt (Ciudad de) Panamá und die nähere Umgebung von Arraiján angeht, habe ich kleinere Eindrücke erhalten. Das Land scheint viel zu versprechen, das kann man nach einer Woche in Panama sagen. Auch einen ersten Grobvergleich mit Österreich traue ich mich bereits anzustellen:

Was unterscheidet Panama von Österreich?

  • Wetter. Dass Panama und Österreich nicht gerade vom selben Klima dominiert werden, ist nicht schwer zu erraten. Konkret bedeutete das, dass nach einem Vormittag drückender Hitze urplötzlich der Himmel zuziehen und unglaubliche Regenmassen herunterstürzen können. Während das für die Regenzeit (April bis Dezember) auch ganz normal ist, käme die heimische Boulevardpresse schnell in Versuchung, bei solchen Wolkenbrüchen mit Wortfetzen wie „Jahrtausends-“ und „Weltuntergangs-“ zu jonglieren.
  • Essen. Auch nicht verwunderlich. Nach Uncle Sams Vorbild wird alles Essbare frittiert, ein entsprechend USA-amerikanisches Ausmaß nimmt daher der Anteil von Übergewichtigen in der Bevölkerung an. Überhaupt findet man im (Fast) Food-Corner der Einkaufsmall sämtliche Systemgastronomen mit Rang und Namen brav aufgereiht, um Kunden müssen sich KFC, Pizza Hut & Co aber nicht streiten. Zugegeben: Aufgewertet wird die tägliche Speisenfolge durch das jederzeit verfügbare, frische Obst.
  • Autofahren. Zum Teil bewahrheitet sich das Bild vom chaotischen Latino-Straßenverkehr schon: Viel zu viele Autos auf viel zu wenig Platz. Blinker müsste das Auto hier eigentlich keinen haben, zumindest nicht zum Überholen, da reicht es nämlich zu hupen, um den Vordermann auf der Autobahn freundlichst darauf hinzuweisen, dass man sich von rechts hintend kommend gleich vor ihn einreihen wird.
  • Das Einkaufswagen-Phänomen. Wenn man sich an der Kasse zum Zahlen angestellt und alle Waren aufs Band gelegt hat, schiebt man den Einkaufswagen nicht etwa durch, sondern lässt ihn einfach im Einkaufsbereich stehen. Als Folge werden alle Kassenzugänge von „abgegebenen“ Wagerln belagert, für die nachfolgenden Kunden aber gar kein Problem, die sind es bereits gewohnt, sich mit dem eigenen Gefährt einen Weg bahnen zu müssen.

Was gibt es sowohl in Panama als auch in Österreich?

  • Krocha. (Nicht-Österreicher und über 50-Jährige: bitte hier klicken) Sie nennen sich zwar anders, passen aber hinsichtlich Kleidung und Verhalten genau ins Krocha-Ideal. In der Gesellschaft genießen sie ein ebenso bescheidenes Ansehen wie in Österreich.
  • Smartphones. Und zwar jede Menge. Besonders beliebt sind Modelle von Blackberry, die im Bus, im Kaufhaus, in der Schule hervorblitzen.
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Eine Antwort zu “Und am siebten Tage …

  1. Pingback: Logbuch des Käpt’n: Tag 33 | Panamá

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